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Zur Person | Vita


in Potsdam geboren
1968
Schülerin des Caputher Malers Prof. Magnus Zeller
1970
Abitur; Helmholtz-Schule Potsdam
1970 - 1974
Studium an der Karl-Marx-Universität Leipzig Sektion Kulturwiss./Germanistik FB Kunsterziehung/Geschichte Künstlerische Praxis bei Prof. Peter Schnürpel
1974 - 1986
Kunsterzieherin an den Oberschulen in Beelitz und Caputh
1998
Beteiligung an der Ausstellung "Seh-Stücke" des Kulturforums Schwielowsee e.V
1998
Einzelausstellung Commerzbank Berlin-Zehlendorf
1998 - 1999
Einzelausstellung Galerie Jordan Potsdam
1999 - 2000
Einzelausstellungen:
AOK Teltow
BETREU Steuerberatungs-GmbH Potsdam
Deutsche Bank Potsdam
Sparkasse Potsdam
Kirche in Petzow
Landtag Potsdam

Ausstellungsbeteiligungen:
Havelländische Malerkolonie
Friedenseiche Pechüle Velio Bergemann
Caputh Kulturforum Schwielowsee e.V.
Galerie Kurgan Potsdam
2001 - 2003
Jubiläumsausstellung Schloss Caputh

Einzelausstellungen:
Golf- und Countryclub Seddin
Landhaus Haveltreff Caputh;
Ausstellungsbeteiligungen:
Havelländische Malerkolonie
Galerie Romstedt Potsdam;
2002 - 2007
Kunsttherapeutische Arbeit mit geistig Behinderten
2004
Personalausstellung Kirche Petzow
Landtag in Potsdam
Schloß Völs in Südtirol,
Nationalgalerie Kaliningrad,
2005
Einzelausstellung
Hotel ASCOT-BRISTOL Potsdam
Landhaus Haveltreff Caputh,
Ausstellungsbeteiligung Havelländische Malerkolonie
2006
Galerie Bartscht Berlin
Märkisches Gildehaus Caputh
Ausstellung „Miteinander/Füreinander“
Gemeindeamt Schwielowsee
2007
Galerie auf der Freundschaftsinsel Potsdam
2008 - 2009
Ausstellung Villa Finckenstein, Potsdam
Ausstellung Steuerkanzlei Hartmut Gölitz, Potsdam
Kunstmesse Lübeck
KunstTour Caputh
Kunstmesse Bremen
2010
Villa Quistorp Potsdam
2011
Jubiläumsaustellung im "Lendelhaus" Werder August - Oktober 2011



 

Oda nimmt den Betrachter ihrer Gemälde mit in ihre Welt der Farben aus Rot und Weiß, geleitet uns an reale Orte, in unbekannte Länder, in phantastische Landschaften. Rot und Weiß dominieren die anderen. Beide seien ihr im Moment am wichtigsten. Zufall? Nein, Erfahrung, Erlebtes, Intuition.

 

Jeder wird die Semantik der Farben Rot und Weiß für sich anders ausmachen. So werden sie von Betrachter zu Betrachter, von Bild zu Bild, in ihren vielen dargebotenen Facetten und Nuancen inhaltlich verschieden besetzt sein. Wohl abhängig vom Erfahrungshintergrund mit den kulturellen und symbolischen Wirkungen dieser Farben.

 

Im Gespräch, in dem die Malerin ähnlich bereitwillig, offen und verschwenderisch mit ihren Erklärungen und Beschreibungen wie mit Farben in ihren Bildern umgeht, nennt sie einige ihrer Assoziationen: »Rot, das Kraftvolle, Heitere, Brennende, Lebende, Dynamische...« Von einer »blauen Phase« vor etwa zehn Jahren, die eher durch Kühle, Klarheit gekennzeichnet war nun zu „Rot-Weiß“, damit zu Energie, Liebe, Erotik, Glück, Lebensfreude. Diese Gefühle und Zustände brachten die Menschen immer schon mit Rot in Verbindung, auch Zorn und Aufregung. Und Oda zeigt tiefe Rot-Töne. Für Weiß stehe eher das Zurückhaltende, das Gedämpfte. Leidenschaftliches Spiel mit den Farben findet sich in (scheinbar) unterschiedlichsten Sujets. Doch wie ein roter Faden zieht sich »Rot-Weiß« durch die Ausstellung. Eine Welt aus Blumen: in Sträußen — durch die Sommerwind streift —‚ in Töpfen, im Garten, neben der Treppe. Als wären sie auf dem Weg ins Haus. Die Bezeichnung Stilleben würde dieser Malerei nur zur Hälfte gerecht. Für mich bewegen sich diese Blumen beinahe geräuschvoll. Drei rote Rosen inmitten unzähliger weißer, verwoben zu einem weißen Meer. Auch hier eine Anlehnung und Anleihe ans Archaische. Rot als Symbol des Feuers und der damit verbundenen Energie. Ein Feuer flammt in einer Flut von Weißen, von Weißem.

 

 

In den nördlichen Ländern Europas, wo die Sommer, die warme Jahreszeit, eher kurz sind, schätzen wir seit Jahrhunderten die Farbe Rot. Sie soll für den Monat Juli stehen. Das ist die Zeit der Geranie, gemalt dunkel(blut)rot die eine, von strahlendem, intensiven Weiß die andere. Weiß, mit dem man häufig das Gute, das Reine, die Unschuld, den Winter, Wahrheit, Sanftheit, Zärtlichkeit assoziiert. Die Blume der Balkonkästen wird von uns Zeitgenossen eher belächelt und gar als spießig abgetan. So ins Bild gesetzt wird sie bedeu tungsvoll. Eine in Rot, die andere in Weiß, wie sie nun gegensätzlicher in ihrer Symbolik kaum sein können. Jetzt will die Künstlerin es kräftig, schöpft mit leuchtenden Farbgebungen aus dem Vollen und gibt dem Genießer unter den Ausstellungsbesuchern satte Sinnlichkeit, wenn der denn bereit ist, sich auf die kraftvoll weiß und rot und schwarz aus den Wurzeln hoch ins Unbekannte aufschießenden Kiefernstämme einzulassen. Ein ungewöhnlicher, expressionistisch anmutender Ausschnitt. Unter Odas Blick werden solche Details bildwürdig. Die drei aufsteigenden Stämme strotzen geradezu in ihrem Dasein, geben Laut beim Hochwachsen, sind von der Malerin in einen verrückten Lichtkosmos getaucht. Der reale Baum als Kunstbaum, neu, doch mit hohem Wiedererkennungseffekt. So sah ich die Kiefer vorher noch nicht.

 

Der Himmel überm Schwielowsee ist gerötet. Sein Wasser ist rot geworden. See und Himmel leuchten in einem phantastischen, gesehenen oder erfundenen roten Licht, beinahe surrealistisch. Wer von beiden sendet es aus? Welcher spiegelt den Widerschein? Diese Farben erfassen Dich wie sonst nur Musik und erheitern Dein Innerstes. »Mein wärmster Ton ist dieser rot-orange Ton« und »da ist Heimat.« »Aber«, fährt sie fort »schließlich gedämpft, zurückgehalten wird das Ganze durch Weiß«.

 

 

…Dort tanzen zwei junge Damen, direkt auf uns zu, von uns weg, ruhen nach dem Tanz, beginnen eine Übung, verabschieden sich nach einem Ballettabend von der Bühne... Eine wird gleich neben dem Spiegel, hinter dem Vorhang entschwinden? Dient der Spiegel der Kontrolle beim Einstudieren der Tanzschritte? Oder ist er fùr die prüfenden Blicke der Malerin selbst gedacht? Wir wissen es nicht. Rätselhaftes. Vor dem Tanz ist nach dem Tanz ist Tanz.

 

Rot-Weiß ist für die Künstlerin mehr als ein Spiel der Farben. Bewusst oder ungewollt. Das weibliche Erbe kommt hinein. Die Bilder sprechen davon. Sie entdecke ihre Wurzeln neu. Und diese sind zugleich die ewig weiblichen. Dies belegt auch ihre Affinität zu Sprachen, zur Körpersprache. Jahrelang besuchte sie in ihrer Kindheit eine Ballettausbildung. Das Figürliche schöbe sich jetzt mehr und mehr in den Vordergrund, meint sie. Das Herüberbringen von Gefùhlen liebe sie am Tanz sehr. Diese Ausdrucksform, diese Bewegung…

 

Dr. lngrid Protze